Es ist so wunder-voll.
"Awareness"- "Gewahrsein" beschützt uns. Tatsächlich.
Vor Ärger, Angst und mit Übung sogar vor Schmerz.
Und wenn wir üben, wirklich (zum Wohle aller fühlender Wesen) üben, dann können wir sogar die Wirklichkeit entdecken, und damit uns selbst.
Chögyam Trungpa Rinpoche hat es so ausgedrückt:
„FRÖHLICH WERDEND KÖNNEN WIR ÜBER UNSERE ANGST LACHEN
Schmerz verursacht Chaos, Angst und Groll, und das müssen wir überwinden. Das ist eine sehr einfache Logik. Sobald wir den Schmerz überwinden können, entdecken wir die innere Freude, und wir hegen weniger Ressentiment/Groll gegenüber der Welt und uns selbst. Indem wir ganz natürlich hier sind, haben wir weniger Ressentiments/Groll. Wenn wir grollend sind, sind wir irgendwo anders, weil wir mit etwas anderem beschäftigt sind. Ein Krieger zu sein bedeutet, einfach hier zu sein, ohne Ablenkung und Beschäftigung. Und indem wir hier sind, werden wir fröhlich. Wir können über unsere Angst lächeln.“
Nachzulesen in „Die Angst anlächeln: Das wahre Herz der Tapferkeit erwecken“
Überlegt: Wenn wir wütend sind, dann sind wir nicht da, wo wir gerade sind. In unserem Geist sind Bilder, ein ganzer Film läuft ab, um unseren Ärger am Flammen zu halten. Dieser Film spielt in der Vergangenheit, und ein wenig auch in der ZUKUNFT, meist dann, wenn wir uns ausmalen, was wir gegen die uns verärgernde Person sagen werden oder wie wir uns verhalten werden.
Aber was passiert, wenn wir den Film einfach anhalten, auf „stop“ drücken?
Dann sind wir plötzlich da! Präsent im Hier. Wenn wir es schaffen - für eine Weile - da zu bleiben - spüren wir die Freude, die überall zu sein scheint.
Da "Hier zu sein" blöderweise nicht unser Gewohnheitsmuster ist, müssen wir es üben…
dieses „Awareness“ - „Gewahr-Sein“.
Dann können wir irgendwann einmal den ganzen Tag hier sein - gewahr und achtsam und erkennend und voller Freude!
Thich Nhat Hanh lehrte es so: „Wenn wir nicht ganz wir selbst sind, wirklich im gegenwärtigen Moment, verpassen wir alles.“
Also, ich will nicht mehr so viel verpassen. Ich übe jetzt mit viel Eifer.
Denn so spüre ich vor allem meine Verzweiflung und Angst nicht, die aus den Schmerzen wachsen und aus den Worten meines Profs.
Diese Filme sind aus dem Horror-Genre - nicht schön.
Das „Hier“, die „Wirklichkeit“ ist „schön“.
Es ist schon spannend, dass wir so oft erst im Leid den Weg aus Samsare mit großem Eifer suchen. Wißt Ihr, dass dies ein Charakteristika des Bereich der Menschen ist. Nicht so leidvoll wie der Bereich der Hungergeister und nicht so glücklich wie im Götterbereich, ist der Bereich der Menschen der glückverheißenste.
Das klingt doch gut.
Wir haben also die besten aller Voraussetzungen. :-)
Lasst uns lächelnd hier sein.
Mein Tipp zum Üben: die App von Plum Village
